Berlin, den 31. März 2025
Wirtschaftswachstum bzw. wirtschaftliche Stabilität (Ausweitung der Produktionsmengen / des Dienstleistungsumsatzes) beruht primär auf technischem Fortschritt, auf positiven Netto-Investitionen in Sachausrüstung sowie Humankapital (Bildung) und auf politischer Stabilität (Vertrauen).
Letztere gelangt zum aktuellen Problem und forciert die Unsicherheiten für Investoren. Gerade die neue US-Administration schafft es, durch nahezu tägliche, teils zueinander konträre Wortmeldungen das Stresslevel hoch zu halten. Hierbei das inhaltlich wirklich Maßgebliche und Nachhaltige herauszufiltern und emotionale Aspekte auszublenden, ist die Herausforderung. Unterschieden werden muss dabei auch, welcher Nachrichtenteil der politischen Überflutungsstrategie („flood the zone“) zuzuordnen ist und welcher tatsächlich relevant, umsetzbar und wirtschaftlich beeinflussend sein wird.
Die Sentiment-Indikatoren der Kapitalmarktteilnehmer zeigen diese Unsicherheiten eindrucksvoll auf.
Pessimismus und Unsicherheiten beinhalten aber die Chance, dass die negativen Erwartungen von der eintretenden Realität geschlagen werden und alles „doch nicht so schlimm kommt, wie befürchtet“. Dies gepaart mit dem technischen Fortschritt (Digitalisierung, Quantencomputer, Blockchain-Technologie, Automatisierung/Robotertechnik, Künstliche Intelligenz…) würde dann trotz politischer Vakanzen zu Fortschritt führen – möglicherweise regional und zunehmend politisch angepasst. Die großen Tech-Konzerne haben es uns zur Amtseinführung des US-Präsidenten vorgemacht.
Wir rechnen aufgrund der Geopolitik und der enormen gesellschaftspolitischen Veränderungen mit hohen Marktvolatilitäten, mit Marktverwerfungen in Segmenten oder Regionen, die gerade politischer Spielball werden (Zölle, Rüstung, Rohstoffe…) und dadurch sicherlich mit negativen langfristigen Folgen. Kurz- bis mittelfristig ist allen Akteuren jedoch bewusst, dass sich nur durchsetzt, wer wirtschaftlich und technologisch führt. Dieser Aspekt verbindet (wie auch immer geartete) politische Ambitionen Herrschender mit wirtschaftlichen Impulsen und sollte die Kapitalmärkte mittelfristig unterstützen.
Europa und insbesondere Deutschland werden sich emanzipieren (müssen) und investieren. Wir erinnern an das bundesrepublikanische 3-Säulen-Wirtschaftsmodell: 1 - billige Energie aus Russland, 2 - günstige Fertigung in China und 3 - Schutz durch den großen Bruder aus Amerika. Die Säule 2 ist seit der Pandemie fragil, Säule 1 seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine und Säule 3 seit der Amtseinführung von Donald Trump. Sich neu zu erfinden und angepasst aufzustellen, setzt erstens die notwendige Selbsterkenntnis, zweitens den Willen zu Taten und drittens einen guten Umsetzungsplan voraus. Alternativen zu den Säulen 1 und 2 wurden mittlerweile - wenn auch schwerfällig - eruiert und teilweise geschaffen. Das Thema „Eigenschutz“ ist uns Europäern gerade erst klar geworden und ein schnelles sowie konzertiertes Vorgehen als unbedingte Notwendigkeit verstanden worden. Dies wird zu schmerzlichen Veränderungen, aber eben auch zu signifikanten europäischen Investitionen führen, welche konjunkturfördernd wirken. Die regionalen Gewichtungen in den Portfolien gilt es dabei der Realität anzupassen.
Rückblickend auf das erste Quartal konnten wir in unseren Vermögensverwaltungen die angestrebte Robustheit in den Portfolien gewährleisten und den hohen Marktschwankungen trotzen. Über nahezu alle Verwaltungsvarianten hinweg konstatieren wir in Q1/2025 positive Performancewerte (lediglich Offensivvariante Chance mit leichtem Minus von 0,71%) und starten daher selbstbewusst und mit Zuversicht in das zweite Quartal. Unsere Portfoliosteuerung wird dabei vorrangig die Risiken aus geopolitischen Veränderungen berücksichtigen und Chancen aus entstehenden Überreaktionen an den Märkten nutzen.
Die Zeiten waren herausfordernd, sind herausfordernd und werden herausfordernd bleiben.
Das Gute daran ist, dass wir Herausforderungen mögen und diese gern gemeinsam mit Ihnen angehen – genauso wie Sie es zurecht von uns als Ihrer „Ganz Persönlichen Privatbank“ erwarten.
B E R L I N E R E F F E K T E N B A N K
Niederlassung der Tradegate AG
© BERLINER EFFEKTENBANK @iAY
Wirtschaftswachstum bzw. wirtschaftliche Stabilität (Ausweitung der Produktionsmengen / des Dienstleistungsumsatzes) beruht primär auf technischem Fortschritt, auf positiven Netto-Investitionen in Sachausrüstung sowie Humankapital (Bildung) und auf politischer Stabilität (Vertrauen).
Letztere gelangt zum aktuellen Problem und forciert die Unsicherheiten für Investoren. Gerade die neue US-Administration schafft es, durch nahezu tägliche, teils zueinander konträre Wortmeldungen das Stresslevel hoch zu halten. Hierbei das inhaltlich wirklich Maßgebliche und Nachhaltige herauszufiltern und emotionale Aspekte auszublenden, ist die Herausforderung. Unterschieden werden muss dabei auch, welcher Nachrichtenteil der politischen Überflutungsstrategie („flood the zone“) zuzuordnen ist und welcher tatsächlich relevant, umsetzbar und wirtschaftlich beeinflussend sein wird.
Die Sentiment-Indikatoren der Kapitalmarktteilnehmer zeigen diese Unsicherheiten eindrucksvoll auf.
Pessimismus und Unsicherheiten beinhalten aber die Chance, dass die negativen Erwartungen von der eintretenden Realität geschlagen werden und alles „doch nicht so schlimm kommt, wie befürchtet“. Dies gepaart mit dem technischen Fortschritt (Digitalisierung, Quantencomputer, Blockchain-Technologie, Automatisierung/Robotertechnik, Künstliche Intelligenz…) würde dann trotz politischer Vakanzen zu Fortschritt führen – möglicherweise regional und zunehmend politisch angepasst. Die großen Tech-Konzerne haben es uns zur Amtseinführung des US-Präsidenten vorgemacht.
Wir rechnen aufgrund der Geopolitik und der enormen gesellschaftspolitischen Veränderungen mit hohen Marktvolatilitäten, mit Marktverwerfungen in Segmenten oder Regionen, die gerade politischer Spielball werden (Zölle, Rüstung, Rohstoffe…) und dadurch sicherlich mit negativen langfristigen Folgen. Kurz- bis mittelfristig ist allen Akteuren jedoch bewusst, dass sich nur durchsetzt, wer wirtschaftlich und technologisch führt. Dieser Aspekt verbindet (wie auch immer geartete) politische Ambitionen Herrschender mit wirtschaftlichen Impulsen und sollte die Kapitalmärkte mittelfristig unterstützen.
Europa und insbesondere Deutschland werden sich emanzipieren (müssen) und investieren. Wir erinnern an das bundesrepublikanische 3-Säulen-Wirtschaftsmodell: 1 - billige Energie aus Russland, 2 - günstige Fertigung in China und 3 - Schutz durch den großen Bruder aus Amerika. Die Säule 2 ist seit der Pandemie fragil, Säule 1 seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine und Säule 3 seit der Amtseinführung von Donald Trump. Sich neu zu erfinden und angepasst aufzustellen, setzt erstens die notwendige Selbsterkenntnis, zweitens den Willen zu Taten und drittens einen guten Umsetzungsplan voraus. Alternativen zu den Säulen 1 und 2 wurden mittlerweile - wenn auch schwerfällig - eruiert und teilweise geschaffen. Das Thema „Eigenschutz“ ist uns Europäern gerade erst klar geworden und ein schnelles sowie konzertiertes Vorgehen als unbedingte Notwendigkeit verstanden worden. Dies wird zu schmerzlichen Veränderungen, aber eben auch zu signifikanten europäischen Investitionen führen, welche konjunkturfördernd wirken. Die regionalen Gewichtungen in den Portfolien gilt es dabei der Realität anzupassen.
Rückblickend auf das erste Quartal konnten wir in unseren Vermögensverwaltungen die angestrebte Robustheit in den Portfolien gewährleisten und den hohen Marktschwankungen trotzen. Über nahezu alle Verwaltungsvarianten hinweg konstatieren wir in Q1/2025 positive Performancewerte (lediglich Offensivvariante Chance mit leichtem Minus von 0,71%) und starten daher selbstbewusst und mit Zuversicht in das zweite Quartal. Unsere Portfoliosteuerung wird dabei vorrangig die Risiken aus geopolitischen Veränderungen berücksichtigen und Chancen aus entstehenden Überreaktionen an den Märkten nutzen.
Die Zeiten waren herausfordernd, sind herausfordernd und werden herausfordernd bleiben.
Das Gute daran ist, dass wir Herausforderungen mögen und diese gern gemeinsam mit Ihnen angehen – genauso wie Sie es zurecht von uns als Ihrer „Ganz Persönlichen Privatbank“ erwarten.
B E R L I N E R E F F E K T E N B A N K
Niederlassung der Tradegate AG